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Wilsdruffer Schmalspurnetz

Über 150 km Schmalspurstrecken in Mittelsachsen

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Die Strecken des Wilsdruffer Netzes

Strecken-
karte

Eisenbahnkarte des Königreiches Sachsen (Ausschnitt)
Ausschnitt aus der Eisenbahnkarte des Königreiches Sachsen 1914, Sammlung Jugelt

Streckenliste

Das Wilsdruffer Schmalspurbahnnetz umfasste insgesamt vier Strecken mit einer Gesamtlänge von über 100 Kilometern. Die einzelnen Streckenabschnitte wurden zu verschiedenen Zeitpunkten in Betrieb genommen. Die Betriebseinstellungen erfolgten in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ebenfalls abschnittsweise  getrennt für Personenverkehr (P) und Güterverkehrs (G).

Kürzel /
Strecken-
länge
Streckenführung Eröffnung
Betriebs-
Einstellung
KF Klingenberg-Colmnitz - Frauenstein
19,70 km
Klingenberg-Frauenstein 14.09.1899 20.10.1971
KO
Klingenberg-Colmnitz - Oberdittmannsdorf

18,47 km
Klingenberg-Colmnitz - Naundorf 01.10.1921 01.07.1971 (G)
21.10.1971 (P)
Naundorf - Niederschöna 01.11.1921
Niederschöna - Oberdittmannsdorf 01.11.1923
PNo Freital Potschappel - Nossen
10,90 km
Potschappel - Wilsdruff 01.10.1886 28.05.1972
27,86 km
Wilsdruff - Mohorn - Oberdittmannsdorf
01.02.1899 28.05.1972 (P)
Oberdittmannsdorf - Obergruna Bieberstein 01.02.1899 28.05.1972 (P)
Obergruna Bieberstein - Siebenlehn 01.02.1899 28.05.1972 (P)
31.03.1973 (G)
Siebenlehn - Nossen 01.02.1899 28.05.1972 (P)
03.12.1973 (G)
WG Wilsdruff - Gärtitz
17,55 km
Wilsdruff - Ullendorf-Röhrsdorf 01.10.1909 21.05.1966 (P)
31.12.1968 (G)
Ullendorf-Röhrsdorf - Garsebach - Meißen-Triebischtal 01.10.1909 21.05.1966 (P)
29.07.1966 (G)
15,68 km Garsebach - Löthain

01.10.1909 21.05.1966 (P)
29.07.1966 (G)
Löthain - Mertitz Gabelstelle - Lommatzsch 30.11.1909
27.10.1972
18,63 km Mertitz Gabelstelle - Kleinmockritz
27.11.1911 03.01.1970
Kleinmockritz - Döbeln Gärtitz 27.11.1911 31.05.1969
Anschluss- strecken

Übergangsmöglichkeiten zur Regelspur bestanden in Freital-Potschappel, Nossen, Klingenberg- Colmnitz, Meißen Triebischtal (Personenverkehr), Meißen Jaspisstraße (Güterverkehr), Lommatzsch und in Döbeln-Gärtitz. An allen Übergangsbahnhöfen (außer Klingenberg-Colmnitz und Döbeln-Gärtitz) waren Rollgruben zum Aufrollen regelspuriger Güterwagen auf spezielle Rollwagen für den Huckepack-Verkehr auf schmaler Spur vorhanden.

Vom Bahnhof Freital-Potschappel aus bestand  eine Verbindung zum Bahnhof Freital-Hainsberg der Linie Hainsberg - Kipsdorf über ein Dreischienengleis, welches von Übergabefahrten der Regelspur und der Schmalspur gemeinsam genutzt wurde. Das Gleis diente jedoch nur dem nichtöffentlichen Verkehr.

In Döbeln-Gärtitz bestand über die Strecke Döbeln–Mügeln Anschluss an das Mügelner Schmalspurnetz. Somit existierte ein durchgängiger Schienenweg in 750 mm-Spur von Frauenstein im Erzgebirge nach Strehla an der Elbe.

Durchgehende Züge über mehrere Linien verkehrten jedoch höchstens für dienstliche Zwecke. Aus den Archiven bekannt geworden sind z. B. die Inspektionsfahrten Anfang des 20. Jahrhunderts und einige Sonderfahrten des Deutschen Modelleisenbahnverbandes in den sechziger Jahren.

Geschichte

Weiterführende Informationen zur Geschichte der Strecken des Wilsdruffer Schmalspurbahnnetzes finden Sie hier.